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Eyes on the Skies (1): Neue Blicke auf den Himmel - Die Geschichte des Teleskops.

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Die Erfindung des Teleskopes revolutionierte die Entwicklungen in der Geschichte der Astronomie. Als vor knapp vierhundert Jahren der italienische Astronom Galileo Galilei das Fernrohr an den Himmel richtete, machte er eine Reihe bedeutender Entdeckungen.

Teleskope verhalfen den Menschen in den letzten 400 Jahren zu einem ungeahnten Blick in ferne und aufregende Bereiche des Weltalls. Johannes Kepler veröffentlichte im selben Jahr 1609 seine "Astronomia nova", eines der bahnbrechendsten Bücher über unser Sonnensystem. Ihm gelang als erstem die korrekte Beschreibung der Planetenbahnen.

In Erinnerung an diesen großen Fortschritt und an die Bedeutung der Astronomie für die Kultur der gesamten Menschheit hat die UNESCO das Jahr 2009 zum Jahr der Astronomie erklärt. "Eyes on the Skies - Unser Fenster zum Weltraum" gibt einen umfangreichen Eindruck in alle Facetten des Teleskopes - die geschichtliche Entwicklung, den wissenschaftlichen Stellenwert, die technologischen Fortschritte und die Menschen hinter dieser bahnbrechenden Erfindung, ihre Erfolge und Misserfolge ...

Indem sie unseren Gesichtssinn weit über das Vorstellungsvermögen unserer Vorfahren hinaus führen, erschließen diese wunderbaren Instrumente, die Teleskope, den Weg zu einem tieferen und perfekteren Verständnis der Natur. - René Descartes, 1637

Jahrtausendelang richtete die Menschheit ihre Blicke auf den berauschend schönen Nachthimmel, ohne die Sterne unserer Milchstraße als fremde Sonnen zu erkennen oder die Milliarden von Schwestergalaxien als Bausteine des Universums zu identifizieren oder uns selbst als winzige Punkte zu sehen in der Geschichte des Universums von der wir schon 13,7 Milliarden Jahre hinter uns haben.

Allein mit dem Auge als Beobachtungsinstrument ausgerüstet, hatten wir keine Mittel, Sonnensysteme um andere Sterne zu finden oder das Rätsel zu lösen, ob irgendwo anders im Universum Leben existiert. Heute sind wir mitten dabei, das Universum zu enträtseln. Wir leben in einer Epoche, die eine der bedeutendsten in der Geschichte der Astronomie ist.

Vor 400 Jahren, im Jahr 1609, zog ein Mann aus auf die Felder vor seinem Haus. Er richtete sein selbstgebautes Teleskop auf den Mond, die Planeten und die Sterne. Sein Name war Galileo Galilei. Die Astronomie sollte sich dadurch grundlegend verändern.

Heute, 400 Jahre nach Galileis ersten teleskopischen Beobachtungen, verwenden Astronomen riesige Spiegelteleskope auf fernen Berggipfeln, um den Himmel zu durchmustern. Radioteleskope empfangen extrem schwache Signale aus den Tiefen des Alls. Forscher haben sogar Teleskope im Weltall platziert, hoch über der Erdatmosphäre und fernab ihrer störenden Einflüsse. Und der Himmelsanblick war atemberaubend!

Doch - Galilei war eigentlich nicht der Erfinder des Teleskops. Diesen Ehrentitel verdient Hans Lipperhey, ein etwas in Vergessenheit geratener holländischer Linsenschleifer. Doch Hans Lipperhey richtete sein Teleskop noch nicht auf den Nachthimmel. Vielmehr meinte er, seine Erfindung würde vor allem Seefahrern und Soldaten nützen. 1608 erkannte Lipperhey, dass bei der Betrachtung eines entfernten Objekts durch Kombination einer Sammel- und Zerstreuungslinse jenes Objekt vergrößert erscheint, wenn die beiden Linsen die richtige Entfernung voneinander haben. Das Teleskop war erfunden!

Und doch verliehen die Generalstaaten in Den Haag Lipperhey niemals ein Patent für sein Teleskop. Der Grund dafür war: Auch andere beanspruchten dieselbe Erfindung für sich, besonders Lipperheys Konkurrent Zacharias Janssen. Der Streit wurde nie beigelegt. Und so blieb der Ursprung des Teleskops bis heute gewissermaßen in Dunkel gehüllt.

Der italienische Astronom Galileo Galilei, einer der Väter der modernen Physik, erhielt Kunde vom Teleskop und beschloss, sich selbst eines zu bauen. Etwa zehn Monate zuvor kam ihm ein Bericht zu Ohren, wonach ein gewisser Fleming ein vergrößerndes Sehrohr konstruiert habe, mit dessen Hilfe gerade noch sichtbare Objekte trotz ihrer großen Entfernung dem Auge sehr deutlich gemacht werden konnten, als ob sie ganz nahe lägen.

Galilei war einer der größten Wissenschaftler seiner Zeit. Er war auch ein überzeugter Anhänger der neuen Weltsicht des polnischen Astronomen Nikolaus Kopernikus, der die Ansicht vertreten hatte, dass die Erde sich um die Sonne bewege, nicht umgekehrt.
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